Empfehlungen

Stand 02/2016: Oft werde ich zu Empfehlungen über Einsteigerequipment oder Bücher gefragt. Hier möchte ich euch zeigen mit was ich groß geworden bin und man ruhigen Gewissens in seine Fototasche oder sein Bücherregal stellen kann. Die Liste wird stetig erweitert. Wenn ihr etwas dazu beitragen wollt, her damit! Ich weiß, die Seite ist etwas Nikonlastig, da mein Equipment aber auf Nikon aufbaut und ich äußerst zufrieden damit bin wird das auch so bleiben. Diese Seite spiegelt meine persönliche Meinung wieder und beruht auf meinen Erfahrungen.

Bücher
Die große Fotoschule: Digitale Fotopraxis
Ob digitales Medium oder schönes Buch ist wohl Geschmackssache. Bei Tutorial-DVDs (je nach Sprecher) wede ich immer schnell müde. Wenn ihr ein gutes Einsteigerbuch sucht, welches sich auch noch für Fortgeschrittene eignet, dann empfehle ich Euch Die große Fotoschule: Digitale Fotopraxis von Christian Westphalen. Zugegeben mit rund 39 Euro kein Schnäppchen, aber ihr wollt ja auch was lernen oder?

Porträtfotografie: Der große Fotokurs
Speziell zum Thema Portraitfotografie empfehle ich gerne Porträtfotografie: Der große Fotokurs von Marion Hogl. Hier wird ein breites Spektrum abgedeckt, egal Singleshooting, Baby/Kidsfotografie oder Gruppen/Paarshootings. Leicht verständlich im Aufbau und reich bebildert. Klare Kaufempfehlung!

Der große Fotokurs: Besser fotografieren lernen
Für den kleinen Geldbeutel gibt es dieses Buch von Jacqueline Esen. Ich kenne kaum ein Buch, welches einsteigerfreundlicher gestaltet ist als dieses hier. Es bietet gute Grundlagen zum Thema mit etlichen Praxisbeispielen und ist sehr flüssig zu lesen. Eigentlich möchte man das Buch sofort mit raus nehmen und losshooten. Ein echter Geheimtip!

Equipment
Kameras
Anfangen möchte ich mit der Kamera. Als Einsteigerkamera kann ich momentan (Stand Ende 2014) die Nikon D5200 empfehlen. Warum nicht gleich die D5500 oder die äußerst günstige D5100? Ganz einfach, die Verbesserungen zur D5100 sind auf alle Fälle erwähnenswert, aber der Aufpreis zur D5500 lohnt sich einfach noch nicht. Erspart euch bitte auch den Griff zur Nikon D3200, sie bietet zu wenig für eine Spiegelreflex.
Wenn ihr als Anfänger zu einer Canon greifen wollt, dann seht euch mal diese Sets hier an: 
Canon EOS 700D im Set mit dem 18-55mm Kitobjektiv oder die Canon 700D im Set mit dem 18-135mm Objektiv. Euch muss jedoch Klar sein, dass es wirklich Anfängerobjektive sind. Hochwertigere Objektive aber dann teils deutlich mehr kosten. Hier möchte ich wie bei Nikon auch, fast abraten zur Canon 1200D  zu greifen. Die geringen Kosten sind zwar sehr verlockend, aber man ist damit sehr schnell am Ende. Aktuell gibts für diese Modell günstige SD Karten für rund 35-40 Euro mit 64GB Speicherplatz von Transcend.

Für den ambitionierten Hobby- und Amateurfotografen wären an dieser Stelle gleich drei Vollformat-Kameras zu nennen. An erster Stelle steht hier für mich immernoch die Nikon D700 mit Batteriegriff. Leider ist sie nicht mehr neu zu bekommen. Hier stimmt von der Bildqualität und Haptik einfach alles. Sogar das Rauschverhalten ist sehr gut. Einziger Wermutstropfen, sie hat noch keinen zweiten Kartenslots. Gerade der ist mir als Hochzeitsfotograf sehr wichtig um gleich von Anfang an ein Backup der Fotos zu haben. Mittlerweile ist auch die Nikon D750 am Markt etabliert und auf jeden Fall der D700 vorzuziehen! Nur wer aufs Geld schauen muss kann immernoch das ein oder andre Schnäppchen mit der D700 machen (unter 800 Euro).
An zweiter Stelle entscheidet der Einsatzzweck über das Modell. Die Nikon D610 als hochwertiger Einstieg in die Vollformatfotografie oder die Nikon D810 als Megapixelmonster für Fotografen die keine Angst vor großen Dateien in ihrem Workflow haben. Aus diesem Grund scheidet die Kamera leider als "Hochzeitskamera" aus, denn die erheblichen größeren Bilddateien würden den Zeitaufwand beim Bilder bearbeiten enorm in die Höhe treiben. Als Studiokamera, Reisekamera oder für Naturfotografen finde ich sie aber erstklassig. Genaue Details zu den Modellen findet ihr auf der Herstellerseite. Die Rezensionen bei Amazon sind hier aber meist auch brauchbar.

Objektive
Hier hat man die Qual der Wahl. Zoomobjektive oder Festbrennweite? Beides hat seine Berechtigung. Festbrennweiten sind knackscharf, aber man kann keinen Ausschnitt wählen, man befasst sich mehr mit dem Motiv. Zoomobjektive sind je nach Preislage auch scharf, man spart sich viel Rennerei durch den variablen Zoombereich und lernt meiner Meinung nach besser die Zusammenhänge zwischen Blende/Brennweite zu verstehen.
Für Anfänger kann ich mir vorstellen, ist es schon frustrierend nur mit einem 50mm Objektiv rumzulaufen, wo andere Kompaktkameras z.B. einen riesigen Zoombereich haben. Zudem will man an dieser Stelle nicht Unsummen für weitere Objektive ausgeben.

Allrounder / Reisezooms
Das Sigma 18-250mm F3,5-6,3 leistet hier gute Dienste. Es besitzt eine ausreichende Anfangslichtstärke und bietet als Immerdrauf eine gute Abbildungsleistung. Bonus, man kann es durch die geringe Naheinstellgrenze sogar als Makroobjektiv nutzen. Funktioniert aber leider nicht an Vollformatkameras. Wunder darf man in dieser Preisklasse aber dennoch nicht erwarten.

Zoomobjektive – Weitwinkel bis Normal
Da wir hier nicht im Kindergarten sind, sondern anständiges Equipment haben wollen, überspringe ich die Billigzooms einfach mal.
Im Weitwinkelbereich kommt bei mir das Sigma 12-24mm 4,5-5,6 II zum Einsatz. Ich bin damit rundum zufrieden. An dieser Stelle muss ich einfach nicht mehr ausgeben als nötig und scheue momentan noch den Aufpreis zum Nikon Original.

Als Alltagszoom für unterwegs und im Studio sei hier das lichtstarke Nikkor 24-70mm 2.8 genannt. Sehnsüchtig erwarte ich hier ein VR-Modell mit Bildstabilisator, das wäre das Tüpfelchen auf dem i. Freihand lässt sich aber bis 70mm dennoch gut damit hantieren ohne Verwacklungen zu haben. Wer die recht hohe Ausgabe von ca 1300-1500 Euro scheut, dem sei evtl noch das Sigma 24-70 2.8 und zur Not das Tamron 28-75 2.8 genannt. Das Sigma kostet rund die Hälfte des Nikons, ist sein Geld aber wert und eine Alternative (ab Blende 4) zum Original Hersteller. Das Tamron kostet wiederrum nochmal die Hälfte des Sigmas und ist… also ich würds nicht mehr kaufen. Das Sigma sowie das Tamron sind bei Offenblende, also 2.8 einfach nur miserabel. Ich hatte beide Objektive, beide zum Hersteller geschickt um sie überprüfen zu lassen. Beide kamen zurück "ohne Mängel". Wer unbedingt sparen muss sollte zum Sigma greifen.

Zoomobjektive – Telezoom
Im leichten Telezoombereich kann ich euch nur ans Herz legen, spart wenn ihr noch nicht beisammen habt auf das Nikkor 70-200mm 2.8 VRII Objektiv. Ich habe es zu 80% montiert, sogar im Studio. Ich liebe dieses Objektiv! Es macht einfach Spaß, die Ergebnisse sind hervorragend. Derzeit ist es für rund 1800 Euro zu haben. Es ist offenblendtauglich und besitzt eine hohe Lichtstärke.
Etwas sparen kann man mit dem Nikkor 70-200mm 1:4 welches nicht ganz so lichtstark ist, aber ebenfalls eine phänomenale Abbildungsleistung besitzt.
Wer nun weiter in den Telezoombereich ab 300mm eindringen will, der hat es schwer für kleines Geld was ordentliches zu finden. Diese Preisklasse ist etwas für Fotografen die damit täglich ihre Brötchen als Sport- oder Naturfotografen verdienen.
Erwähnenswert wäre evtl dennoch das Nikkor 70-300mm 1:4,5-5,6 VR oder das Sigma 150-500mm 1:5,0-6,3. Hier sollte man aber dann schon ein wenig Kenntnisse im Bereich der Bildbearbeitung mitbringen, um Mankos der Objektive ausbügeln zu können.
Ein kleines Juwel am Telezoomhimmel ist hier das Tamron SP 150-600mm F/5-6.3. Meine Erfahrungen hiermit sind durchweg positiv und momentan für unter 1100 Euro für unter 950 Euro (Stand 06/2015) zu haben! Auch Sigma hat mit dem Sigma 150-600 F5,0-6,3 eine Alternative auf Lager. Wer ein geringfügig besser verarbeitetes Objektiv sucht und >1000 Euro mehr ausgeben will/kann, der sollte hier zuschlagen. 

Festbrennweiten
Empfehlenswert sind hier die lichtstarken Objektive Nikkor DX 35mm 1:1,8G (für Cropkameras), das Nikkor 35mm 1:1,8G (für Vollformat), das Nikkor 50mm 1:1,8G (Preis/Leistungs Geheimtipp!!!) und das Nikkor 85mm 1:1,8G (schönes Portraitobjektiv). Allesamt hervorragend in ihrer Abbildungsleistung und Lichtstärke. Gerade das 50mm 1:1,8 Objektiv gehört eigentlich in jede Fototasche. Samtweiches Bokeh und eine Schärfe die ihres Gleichen sucht werden hier für derzeit unter 200 Euro geboten!
Für die Puristen unter uns gibt es diese Objektive auch noch in einer noch lichtstärkeren Variante, nämlich als 1:1,4er Modelle. Diese sprengen aber sicher den Preisrahmen des ein oder andren Alltagsfotografen. Bedenkt zudem bitte auch, dass schon bei einer 1,8er Blende nur noch eine unglaublich geringe Tiefenschärfe vorhanden ist.